1. TERMIN
Der Kennenlern-Termin
Wir bereiten einen Kunstkoffer vor. Er ist gefüllt mit Dufttüten, die eine Sammlung von duftenden und stinkenden Objekten enthalten, die die Kinder erforschen dürfen. Dazu gibt es Tanjas Kiste, die mit Dufttüchern gefüllt ist. Die Kinder können die Nase hineinsteckem.
Dann sammeln wir draußen Kräuter und sortieren sie auf einem großen Tisch. Danach verwandeln wir uns in Chemiker:innen und kreieren neue Düfte in eigenen designten Gläsern.
Auf einer grossen Papierrolle malen wir zum Thema. Wir benutzen dazu Schablonen aus dem Koffer oder gestalten frei Nase.
Zum Schluß kneten wir Nasen aller Art, um dann ein Gedicht einer berühmten Dichterin zu riechen. [Mascha Kaleko, Was macht die Rose im Winter?
Vorbereitung für unseren Kunstkoffer mit Nasentüten, gefüllt mit unterschiedlichen Riechproben aus Wald und Haushalt.
Kunst für den Koffer. Mir den Kindern schauen wir uns alles genau an und riechen!
Düfte aus aller Welt. Die Kitaleiterin Christina, Duftexpertin, stellt uns ihre Sammlung zur Verfügung.
1. Termin: Riechen: Das Recht auf Bildung. Aus dem Koffer an die Kitawand. So können alle noch mal nachschauen und darüber sprechen.
Kunstkoffer mit wechselndem themenorientierten Inhalt.
Riechgläser mit gesammelten Pflanzen.
2. Termin
Recht auf Gesundheit.
Der Kunstkoffer wird mit Bildern aus der Kunst- und Alltagsgeschichte ausgestattet. Kleine Tiere aus der Spielwelt der Kinder bieten Anlass zu Gesprächen. Äpfel werden in hungrige Tigertapetüten gepackt und zum Ende verschenkt. Zu Beginn gibt es für alle eine sportliche Übung: Der Yoga-Baum.
Wir bieten kleine gesunde Häppchen an und alles kaut. Dann rennen wir los und füttern den Riesen.
Wir malen Essen für ihn und er wird vorerst als Kopf mit Arm mit den Kofferinhalten an unsere sprechende Wand montiert.
Wir lesen Texte von Pipi Langstrumpf zum Thema, das Märchen vom Pfannkuchen und stellen noch weitere Texte und Bilderbücher zum Thema vor.
3. Termin
Das Recht auf elterliche Fürsorge
Wir starten mit einem Buch, das in einem dunklen Wald spielt. Auf einem großen Baum warten 3 Eulenkinder auf ihre Mama. Wir inszenieren die Geräusche, fühlen die Angst der Kinder vor dem Verlassenwerden.
Doch dann kommt die Eulenmama und hat für das Nachtmahl dabei. Welche Erleichterung!
Dann kommt die Fühlkiste zum Einsatz.
Alle dürfen ihre Hand hineinstecken und weichen saftigen Stoff fühlen. Sehr kuschelig.
Zu guter Letzt gibt es den Kunstkoffer nach Schätzen zum Thema zu plündern.
Um das Gefühl der Geborgenheit und des Wohlgefühl zu verstärken, bereiten wir zusammen weichen fluffigen Salzteig zu.
Daraus kneten wir Figuren für unser Zuhause. Das Zuhause sind kleine Pappkartons, in welchen die Wesen wohnen. Eine kleine Pflanze bringt Tanja mit. Alle müssen sich um sie gemeinsam kümmern.
Dann bringen wir alles zum Riesen.
4. Termin
Recht auf Gleichheit.
Das können die Kinder sofort umsetzen. Erst einmal gibt es passende Bücher, die uns das Thema näher bringen. Dazu noch ein Spiel. Und dann untersuchen die Kinder den Koffer. Alles darin hat ein Pendant. Aber ist es auch genau gleich? Manchmal. Dann basteln wir los. Diesmal ein Tryptichon mit Selbstporträt, Ausserirdischen...Alle sind gleich und doch verschieden.
5. Termin
Recht auf Privatsphäre.
Wir spielen Flüsterpost und andere Spiele die Geheimnisse oder die Privatsphäre betreffen.
Dann stürmen die Kinder unsere Kunstschatzkiste. Es gibt geheime Päckchen mit Schätzen. Nur für sie. Dann malen wir auf riesengroßen Papieren Schatzkarten, packen Päckchen mit geheimen Botschaften und erfinden Welten nur für uns. Zum Abschluss lesen wir noch Geschichten aus Gregs Tagebuch und dem Herrn Einhorn.
6. Termin
Recht auf freie Meinungsäußerung, Information und Gehör.
Wir bereiten uns auf den Besuch bei der Bürgermeisterin Manuela Sass in Werder vor.
Dazu beschäftigen wir uns mit der Demokratie mit Hilfe von geeigneten Kinderbüchern. Es gibt eine selbstgemachte Wahlkabine und Wahlzettel. Die Kinder probieren, wie wählen geht. Wir bauen Demonstrationsschilder und machen ein kleines Hörspiel, das wir der Bürgermeisterin schicken wollen. Wir fragen uns, was so eine Bürgermeisterin eigentlich den ganzen Tag macht. Wir überlegen und denken nach, was wir uns wünschen und ob die Erfüllung der Bürgermeisterin möglich ist.
7. TERMIN
Recht auf Spiel, Freizeit und Ruhe.
Wir gehen tatsächlich zur Bürgermeisterin.
Wir laufen mit unseren Schildern los und freuen uns, als wir dort herzlich mit Snacks und Getränken empfangen werden. Wir können unsere Fragen stellen und erfahren, was die Bürgermeisterin nicht für uns tun kann. Vieles hat sie bereits umgesetzt, Spielplätze und neue Kitas sind entstanden. Wir berichten ihr ebenfalls von unserem Wunsch, einen Spielplatz für beeinträchtigen Kinder zu bauen.
Zum Schluss dürfen wir noch den Tresor begutachten. WoW! Was für eine dicke Tür! Wieder in der Kita malen die Kinder die Bürgermeisterin.
So ein schöner und interessanter Morgen !
8. TERMIN
Recht vor Schutz vor Ausbeutung und Gewalt
Wir wollen in einem wunderschönen Schloss wohnen, in einer Paradieswelt, Bauen, malen, kleine Welt als Paradies, etwas kuscheliges!
Watte zum kuscheln, ein Schutztier, Geschichte von den Schutzengeln?
...Irgendwas Klebriges in Watte wälzen. Das Schutztier in Watte und Federn wälzen, Joseph Boys, unser Referenzkünstler.
Wärmende Materialien.
Oder filzen, Tiere, Schnecken,
Schnecken ganz gross malen, Schneckenhaus gestalten mit Glitzer, Perlen, Wolle..
Schneckenhauskostüm oder schützenden insektenpanzer, grün schillernd.
Scheren und Mandiblen zur Abwehr aus Pappe. Insektenstudium!
Dann kommen aber doch Schnecken zum Vorschein.
Zu Besuch: Carola Schade, unsere Rechtsanwältin aus Caputh. Sehr einfühlsam und liebevoll erklärt sie den Kindern, was eine Rechtsanwältin so tut.
Sie erscheint in ihrer Robe mit Aktentasche und schleppt das große Buch der deutschen Gesetze. Alle dürfen es einmal halten, es ist wahnsinnig schwer.
Den Kindern wird deutlich, dass sie für ihr Recht einstehen dürfen und dass es Menschen gibt, die, darin unterstützen!
9. Termin
Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung
Behinderte Kinder haben das Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können. (Artikel 23)
Wir spielen. Sind blind, taub, haben nur ein Bein, lassen uns führen, krabbeln. Wir bauen den Riesen weiter. Ihm fehlt ein Bein. Viele Stapel-Zwerge helfen ihm und machen ein neues Bein.
10. Termin
Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht
und
Recht auf Meinungsäußerung, Information und Gehör
Wir beschäftigen uns mit der Geschichte im Dschungelbuch.Wir beraten über die Fluchtgeschichte von Mogli und das Böse, Feindliche in Shirkan.
Daraus entsteht ein Dschungelbild und eine Ameisenstreckenkarte.
Die Ameisen sind auf der Flucht und es gibt verschieden Fluchtrouten, die sie einschlagen.
Das verzeichnen wir auf einer alten Landkarte.
Unser fulminantes Abschlussfest!
Eigentlich wollten wir ins Theater gehen und ein riesiges Theaterstück aufführen.
Das scheiterte, weil viele pädagogischen Fachkräfte erkrankt waren.
Deshalb bauen wir bauen Kinderrechte-Stationen in der Kita auf.
Jede Station fasst nochmal unsere Bearbeitung der 10 Kinderrechte zusammen.
Zum Schluss gibt es eine Schwarzlichtdisko! Die kam echt ganz gut an!